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     Der Blog von unberuehrt


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Nummer

Nicht nur hier, auch sonst habe ich die Angewohnheit, "meine Männer" mit Nummern zu versehen. Es sind zwar nicht so viele, dass ich durcheinander kommen würde, Bei zwei Hand voll hat man noch einen guten Überblick. Ich bin auch nicht "stolz" darauf, schon mit zehn Männern geschlafen zu haben. Die Anzahl spielt für mich eigentlich keine so große Rolle. Wie gesagt, es ist nur eine Angewohnheit. Besonders, wenn ich nur den Sex beschreibe.

Nummer eins: Mein erster Freund. Zwei Anfänger, die aufeinander losgelassen wurde. Alles in allem war der Sex unterdurchschnittlich. Er wollte meist nur seinen "Druck" loswerden, ich habe immer das Gefühl gehabt, dass es noch mehr geben muss. Wir haben viel gestritten. Der Sex war so langweilig, immer dasselbe und leider hatte Nummer eins ein gutes Stehvermögen. Ich habe irgendwann angefangen, den Sex mit ihm zu hassen. Ihn hat das wenig gestört, Hauptsache, er wurde seinen "Druck" los. Irgendwann habe ich aufgehört, mit ihm zu streiten, denn es hat mich kaputt gemacht. Stattdessen hab ich es über mich ergehen lassen. Mich zu trennen, war die wohl beste Entscheidung meines Lebens.

Nummer zwei: Kurz und kaum der Rede wert. Nun ja, ich war jung und leicht zu beeindrucken. Er hatte so eine samtig-tiefe Stimme und war der perfekte Gentleman. Anfangs ließ er mich quasi am ausgestreckten Arm verhungern. Nach unserem ersten Abend zusammen gab's nur nen Kuss auf die Wange, dann zwei Wochen Funkstille. Er hat das wirklich klug gemacht. Irgendwann schrieb er abends ne SMS und lud mich auf nen Drink ein. Ich war schon am zu Bett gehen und er fragte ganz frech, ob er mitkommen dürfte. Dann stand er vor meiner Tür. Leider schon sehr angetüdelt. Eine feuchte Knutscherei, ein bisschen Fummeln mit wenig geschickten Fingern. Die dreiste Aufforderung "Blas mir einen" und ein Schwanz, der der Schwerkraft nicht widerstehen konnte. Ich glaub, ich bin zwischendrin sogar eingeschlafen. Irgendwann war ich wieder klar und mein Bauch war voller Sperma. Am nächsten Morgen hat mir meine beste Freundin ordentlich den Kopf gewaschen und ich hab seitdem immer ne Packung Kondome vorrätig.

Nummer zwei war schnell vergessen, als ich Nummer drei kennenlernte. Ein wahrer Schatz, lustig, lieb, ein bisschen verschmitzt und totaler Sexliebhaber. Nummer drei war damals angehender Lehrer. Und er hatte diese unnachahmliche Gabe, meine Neugier zu wecken. Nachdem wir geklärt hatten, dass wir beide nur freundschaftliche Gefühle für einander hegen, keine Beziehung wollten, aber dafür jede Menge Spaß, war es ein Selbstgänger. Er hat immer mich entscheiden lassen, wie weit wir gingen, was taten. Welche Stellung, welcher Ort, wie oft. Ich habe ihn über alles ausgefragt und er hat geduldig geantwortet. Wir sind auch heute noch gut befreundet, wennauch rein platonisch. Und ich bin ihm so dankbar, dass er die sexuelle Seite in mir zum Leben erweckt hat.

Nummer vier. Ein heißer, heißer Sommer. Darüber habe ich bereits vor einer Weile geschrieben. Könnt ihr weiter unten nachlesen.

Nummer fünf: Schneller Sex im Pool. So kurz und bündig trifft es die Sache wohl am besten. Nach fünf Monaten ohne Sex, Küssen und anderen Berührungen durch Männer war es, als ob man ein Streichholz an einen Heuballen hält. Ein Zungenkuss beim Flaschen drehen und ich konnte nur noch daran denken. Aber leider war ich zu betrunken, das Wasser zu kalt und ich eigentlich zu gebunden. Schuldgefühle sind was hässliches. Es hätte genialer Sex werden können, aber die Umstände haben es leider verhindert.

Nummer sechs: Also wer eine Vorliebe für großeun dicke Schwänze hat, sorry, ich kann das nicht verstehen. Tat einfach nur weh. Und ein Mann sollte keine Frau lecken, wenn einen Fünf-Tage-Bart hat. Konnte einen Tag nicht sitzen. Und es war mein erster gespielter Orgasmus, weil ich einfach nur wollte, dass er aufhört. Ach ja, wer Übergrößen-Kondome braucht, sollte auch welche benutzen.

Nummer sieben: Mal wieder ein guter Freund. Das erste Mal, dass ich ohne eine Gefühlsverwirrung einen One-Nigh-Stand (war der vierte) überstanden habe - nur er leider nicht. Das tat mir sehr leid, weil ich ihn nicht verletzen wollte. Aber der Sex war toll.

Nummer acht: Ein sehr lieber und aufmerksamer Kerl, nur leider hatte er das Pech, der Lückenbüßer zu sein. Er hatte Erfahrung und war eigentlich nicht schlecht. Aber ich konnte mich nicht wirklich fallen lassen, weil ich mir die ganze Zeit nur gewünscht habe, es wäre ein anderer. Nach zwei Mal Sex habe ich den Mut aufgebracht, Schluss zu machen.

Nummer neun: Das ist jetzt heikel für mich. Ich könnte sagen, dass die Gewichtsgrenze bei mir 100kg Lebendgewicht beim Mann beträgt. Darüber hinaus tut es weh beim Sex. Und dass ich, wenn ich lange keinen Sex mehr hatte, vorher ein bisschen weiten sollte für einen schmerzfreien Ablauf. Aber das hieße, Nummer neun auf Sex zu reduzieren. Und das tut weh. Weil er mich wie noch kein Mensch zuvor am Herzen berührt hat. In allen Formen. Zuneigung, Liebe, Geborgenheit, aber auch Angst, Verletztheit, Furcht, Verzweiflung, Zurückweisung, Verlust.

Nummer zehn: David. Nach Nummer neun hatte ich Angst, viel Angst. Es hat etwas gedauert, bis ich mich bei ihm fallen lassen konnte. Aber es hat sich mehr als gelohnt. Und es macht Spaß, einen Mann Anfang dreißig noch zum Erröten zu bringen. Es ist so eine besondere Spannung zwischen uns, eine Leidenschaft, die leicht zu entfachen ist. Mit ihm habe ich den besten Sex von allen. Und mein Pulver über ihn habe ich noch nicht einmal ansatzweise verschossen. Seid gespannt.

6.9.07 21:40


Er hat echt einen Schatten

Also heute muss ich mal kräftig lachen! Ich hatte eine kleine Unterhaltung mit Thomas, auch genannt "mein Schatten". Er hat gerade mächtig Stress mit seiner Freundin - wegen einem anderen Mädel. Verena, Vanessa oder so. Irgendein bescheuerter Zickenname. Jedenfalls hat Madame V ein Auge auf Thomas geworfen - wohl wissend, dass er eine Freundin hat. Madame V studiert mit Thomas und er sieht sie ungefähr einmal pro Woche an der Uni. Soweit so gut. Die liebreizende Madame V schreibt Thomas so regelmäßig ein paar SMS am Tag und erst letztens wieder, wie sehr sie doch seine Nähe genießt und dass sie gern bald wieder einen Kaffee mit ihm trinken gehen möchte. Ein Schelm, der böses dabei denkt.

Nun, es kam, was kommen musste: Thomas' Freundin war wegen anderer Dinge misstrauisch und hat seine SMS gelesen. Darunter waren auch zwei von Madame V - auch die mit dem Kaffee. Ein böser Krach und zwei Tage Funkstille waren die Folge.

Das war natürlich noch nicht das Ende vom Lied, immerhin fehlt ja noch die Pointe. Nun ja, einen Tag nach dem Krach hat mir Thomas am Telefon sein Herz ausgeschüttet. Er hatte Angst, seine Freundin zu verlieren. Ein bisschen gekränkt war ich von dem Satz "Zum Glück hatte ich erst kurz vorher deine SMS gelöscht". Aber das war immernoch nicht die Pointe. Nachdem ich ihn ein wenig beruhigt hatte, wir auch über andere Dinge geplaudert haben, änderte sich plötzlich sein Tonfall. Er wurde weich und tiefer. Dann wurde er plötzlich wie aufgeregt. Und als er dann noch anfing schneller zu atmen, ging mir ein Licht auf, was er da am anderen Ende der Leitung tat. Die Frage "Was machst du da?" hätte ich mir sparen sollen, denn er fing an, mir eine seiner Geschichten zu erzählen.

Wie er mich langsam auszieht, bis ich ganz nackt und hilflos vor ihm stehe. Dann fesselt er mich ans Bett....

Den Rest überlasse ich an dieser Stelle eurer Phantasie, denn das war noch immer nicht die Pointe. Nun ja, ich habe mich auf seine Geschichte eingelassen und wir hatten quasi Telefonsex.

Als wir aufgelegt haben, musste ich erstmal angefangen zu lachen. Da hat er Streit mit seiner Freundin wegen einem Weib, mit dem er gar nix hat. Stattdessen geht er weiter fröhlich seinen Phantasien mit mir nach, ohne jegliches schlechtes Gewissen. Am nächsten Abend hat er mich wieder angechattet, um sich "Anregungen" zu holen. Und seidem geht es in unseren Gesprächen abwechselnd um die gefährdete Beziehung zu seiner Freundin und darum, dass er seine Phantasien mit mir gern in die Realität umsetzen würde. Irgendwie schizophren das Ganze. Und wenn es nicht eine gewisse Tragik hätte, würde ich wahrscheinlich pausenlos darüber lachen.

14.9.07 00:32


Nur ganz kurz

Eigentlich fall ich gleich um vor Müdigkeit, andererseits wollte ich das unbedingt noch loswerden.

Am Freitagabend seh ich endlich meinen Schatz David wieder, nach 5 endlosen Wochen. Oh wie ich ihn vermisse. Seine Nähe, seinen Geruch, seine Wuschelhaare, sein großen sanften Hände, seine Berührungen und Küsse. Ihr könnt euch ja sicher vorstellen, was wir das ganze Wochenende mache werden.

Dass ich den Sex mit ihm liebe, habe ich ja schon mehrmals gesagt. Aber es ist nicht das Außergewöhnliche, nach dem ich süchtig bin. Sondern diese unglaubliche Nähe, die uns verbindet. Wir brauchen keine Worte, wir brauchen keine heißen Stellungen, kein Spielzeug, keine Filmchen. Ein Kuss reicht und das Feuer brennt sofort.

Ich erinnere mich an einen Abend, wir waren beide ziemlich erschöpft und wollten eigentlich nur noch schlafen. Doch dann wurde aus einem eigentlich harmlosen Gute-Nacht-Kuss eines der schönsten Male Sex, das wir je hatten. Es war dunkel, wir haben uns kaum gesehen. Aber als er mich küsste, da war die Müdigkeit weg und ich wollte nur ihn. Dieses unbedingte Verlangen war zwar vergleichsweise schnell gestillt, aber es herrschte eine Verbindung zwischen uns, die ich selten so intensiv erlebt habe. Es war dunkel, stil, nichts außergewöhnliches. Und doch war es etwas ganz besonderes. Soetwas habe ich wirklich nie vorher mit einem Mann erlebt. Und mir fehlen immer noch die Worte, um es wirklich beschreiben zu können.

17.9.07 23:52





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