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Ich bin die Katze bei Nacht. Tagsüber gehe ich einem Beruf nach, habe viele Freunde, lebe in einer festen Beziehung und bin eigentlich eine ganz normale Frau. Doch nachts, da bin ich die Katze. Und ihr dürft mich bei meinen Streifzügen begleiten.

Ach ja: Das hier ist erst ab 18 Jahren! Take care. Stay safe.

Alter: 35
 



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In Versuchung

Was würdet ihr tun, wenn ihr eine ganze Woche hättet, um mit einem Mann Sex zu haben, auf den ihr schon lange Lust habt? Ohne, dass es je eine andere Person erfahren würde. Und erst recht nicht euer Freund. Würdet ihr es tun? Würdet ihr diese Woche eingehen? Mit diesem Mann ein Doppelzimmer teilen und all das tun, was vorher nur Platz in eurer Phantasie und nicht in der Realität Platz hatte. Weil ihr euren Freund liebt, ihm nie weh tun würdet.

Ihr habt es sicher schon erraten: Es geht mal wieder um Thomas, meinen Schatten. Es bietet sich die Gelegenheit, gemeinsam eine Woche in eine andere Stadt zu fahren, beruflich. Keiner könnte kontrollieren, was wir dort tun. Es wäre so einfach. Die Erfüllung eines Verlangens, dass schon länger an uns beiden zehrt. Und vielleicht eine Möglichkeit, dieses ein für alle Mal zu befriedigen und damit zum Schweigen zu bringen.

Doch kann ich das wirklich tun? Nur weil ich Lust auf einen Mann habe, meine Beziehung gefährden? Bin ich wirklich so?

Auf diese Frage muss ich ehrlich sagen: Es könnte sein. Ich hab so eine Dummheit schon einmal gemacht. Und nur die Erinnerung an drei Tage ohne Schlaf und Essen, an die schlimmsten Schuldgefühle meines Lebens halten mich davon ab. Damals war meine Beziehung kaputt. Diese hier ist es nicht. Sie leidet nur unter der Entfernung. Aber reicht das als Grund? Brauche ich einen Grund, eine Rechtfertigung, um mit Thomas zu schlafen? Brauche ich die nur, um mein schlechtes Gewissen zu beruhigen?

15.7.07 23:26


In einer lauen Sommernacht

Heute ist es heiß, sehr heiß. Obwohl die Sonne schon längst hinter dem Horizont abgetaucht ist, bleibt die Luft schwül und stickig. Solche ein Sommernacht ist eigentlich viel zu warm, um sie allein zu verbringen. Denn an Schlafen ist bei diesen Temperaturen sowieso nicht zu denken.

Doch leider bin ich allein. Nicht weniger als 600 Kilometer trennen mich und meinen Schatz zur Zeit. Kein Wunder das meine Gedanken ständig fremd gehen.

Heute wandern sie in die Vergangenheit. Vor drei Jahren war der ganze Sommer so heiß. Mein heißer Sommer - mit Mike. Ob wir je wirklich in einander verliebt waren, wer weiß. Jedenfalls glaubten wir das damals irgendwie. Wir hatten viel Spaß aneinander und vor allem miteinander. Er war der vierte Mann, mit dem ich Sex hatte. Und der zweite, mit dem es Spaß machte. Erst wenige Monate zuvor hatte ich meine sexuelle Seite entdeckt, die einige Jahre verkümmert vor sich hin gedümpelt hatte.

Mein Appetit war geweckt, aber noch viel wichtiger: meine Neugier. Ich erlebte viele "erste Male" mit ihm. Wir hatten viel Sex. Abends mehrere Male, manchmal auch mitten in der Nacht, vor dem Frühstück und nach dem Frühstück. Meist auf dem Bett (ich liebe Betten!), aber auch mal auf dem Küchentisch oder in der Badewanne. Wir probierten jede Stellung, die uns angenehm erschien und blieben bei denen, die uns am meisten befriedigten.

Seitdem weiß ich, dass ich eine weniger gute Reiterin und dass ich ein großer Fan der Hündchenstellung bin. Probieren geht eben doch über studieren.

Einen Sommer lang war nichts tabu. Wir verbrachten Tage im Bett, wir liebten uns immer und immer wieder. Wir waren Hungrige und Unstillbare. Wir kosteten voneinander und bekamen doch nicht genug. Denn unseren Hunger konnte man nicht stillen. Wir wollten beide den anderen besitzen, mit Haut und Haaren, mit allem, was Körper und Geist zu geben hatten. Und doch war keiner von uns in der Lage, dies dem anderen zu geben. Jeder hielt sich zurück, mit Gefühlen, mit Kompromissen, mit Respekt.

Der Sommer ging vorbei, ich ging weg und unsere Verbindung zerbrach unwiederbringlich. Einige Zeit später unternahmen wir einen verzweifelten Rückholversuch. Doch mehr als die Erinnerung an schlechten Sex blieb vom Zauber dieses Sommer nicht mehr übrig.

14.7.07 23:05


Schattengespräche

Von meinem Schatten habe ich euch ja schon berichtet. Thomas und ich, wir sind im wahren Leben sehr gut befreundet. Anfangs dachten viele, da läuft was zwischen uns (was damals nicht der Fall war). Aber mittlerweile sieht uns jeder nur als sehr gute Freunde.

Verbringen wir Zeit miteinander, reden wir nie über Sex. Nicht mal andeutungsweise. Es gibt keine Zärtlichkeiten, keine Zweideutigkeiten, nichts was über Freundschaft hinaus geht.

Die Spannung zwischen uns spielt sich in Worten ab. Kurzum: Wir chatten. Übers Internet tauschen wir Erfahrungen aus. Wir reden über unsere Vorlieben und über die Dinge, die wir nicht mögen beim Sex. Und eigentlich immer landen wir dann beim Cybersex.

Thomas war erst vor kurzem mit seiner Freundin im Urlaub. Er hat ihr dort einen Vibrator geschenkt - und sie haben ihn ausgiebig probiert. Er hat mir alles beschrieben - und immer gefragt, wie ich es hätte haben wollen. Er saugt diese Informationen geradezu auf. An jede Geschichte schließt er die Frage an, was mir gefallen würde. Dann fängt er an zu erzählen: Wie er meinen Nacken küsst, seine Hände auf meinen Hüften, sein Schoß an meinen Hintern. Wie er mich langsam auszieht und mir genüsslich, aber sanft in die Schulter beißt. . .

Ich lasse mich fallen in diese Phantasie, schreibe sie mit. In meinem Zimmer ist es dunkel und still, nur der Computer surrt und das Klimpern auf den Tasten ist zu hören. Wenn ich nicht schreibe, gebe ich mich ganz der Vorstellung und meinen Fingern hin.

Bis das Verlangen halbwegs befriedigt ist. Was übrig bleibt, ist ein mulmiges Gefühl und die Frage, ob ich auch die Wirklichkeit wagen würde. Jetzt, einen Tag später, ist beides verflogen. Und ein anderes, überraschendes Gefühl macht sich breit: Eifersucht. Heute hatte Thomas nur eine kurze Nachricht für mich übrig. Er ist mit seiner Freund auf eine Geburtstagsparty eingeladen. Er amüsiert sich und ich sitze frustriert vor dem Computer. Aber eine Katze hat nun mal keinen Anpruch auf ihren Schatten. Irgendwie ist das bitter, auch wenn es das nicht sein sollte. Ich rede mir ein, dass ich eben nicht gern teile. Und Männer schon gar nicht. Aber die ganze Wahrheit ist das wohl nicht . . .

12.7.07 22:25


Schatten

Jede Katze hat einen Schatten. Einen, der immer direkt neben oder hinter ihr ist. Aber nie wirklich am selben Ort. Der immer nur nebenher geistert.

Mein Schatten heißt Thomas (wieder ein anderer Name). Ich habe nie mit ihm geschlafen oder ihn geküsst. Und trotzdem ist er immer da. In meinen Träumen. In meinen Phantasien, wenn ich es mir selbst mache. In meinen Gedanken, wenn mein Freund mich leckt.

Ich stelle mir vor, wie er meinen Nacken küsst. Wie sein Oberlippenbart meine empfindliche Haut kitzelt. Wie er mir ins Ohr flüster: "Ich will dich". Gesagt hat er es schon. Hat mir eingeflüstert, was er gern mit mir machen würde. Vielleicht bekomme ich es deswegen nicht mehr aus meinen Gedanken. Ihn nicht mehr.

Ich stelle mir all die Dinge vor, die er mir eingeflüstert hat. Es erregt mich. Es macht mich unheimlich heiß. In meinen Gedanken lasse ich es geschehen. Ich gebe der Spannung nach, gebe mich der Verheißung seiner Worte hin.

Doch über diesen Phantasien schwebt immer die Frage: Werde ich es tun oder nicht? Ich stelle sie mir immer wieder. Er stellt sie mir immer wieder. Obwohl er auch in festen Händen ist, scheint es für ihn kein Problem darzustellen. Für mich ist es das. Ich habe diesen Fehler einmal gemacht. Und will ihn nie wieder begehen. Und doch bekomme ich die Vorstellung einfach nicht aus dem Kopf . . .

 Und wenn ich es tun würde, würde das all meine Phantasien zerstören? Kommt dann die Ernüchterung? Oder wird es diese Spannung zwischen uns weiter geben? Wird er mein Schatten bleiben und mich verfolgen? Oder bin ich den dunklen Fleck dann endlich los?

11.7.07 23:57


Dreamlover

 Ich hab wirklich verdammtes Glück. Mit mein Schatz David (so heißt er natürlich nicht wirklich, aber das ist auch egal). Wenn es ihn gibt, den Dreamlover, dann ist er es wohl. Alles, was sich ständig wiederholt beim Sex, ist irgendwann tödlich langweilig. Aber egal, was wir machen, er sorgt immer zuerst dafür, dass ich auf meine Kosten komme.

Wir küssen uns, wild, er zieht mich langsam aus. Saugt an meinen Brustwarzen, seine Zunge spielt mit ihnen. Dann rutscht er tiefer, teilt meine Beine und vergräbt seinen Kopf zwischen meinen Schenkeln. Und wenn dann seine Zunge zm Einsatz kommt, dann ist alles einfach nur noch himmlisch. Ich frage nie danach, es sei denn er will es. Aber er macht es jedes Mal, er besteht darauf. Und er macht es so phantastisch, dass ich nie nein sage. Nie! Ein Mann, der sich immer zurück nimmt, der erst mir Freude schenkt und das auch wirklich gern tut. Er genießt es, mich dabei zu beobachten, zu sehen, wie ich zusammen zucke, wie ich mir auf die Lippen beiße, wie ich den Rücken durchbiege. Und er will, dass ich ihn ansehe, wenn ich komme....

 Er fordert nie. Er lässt mich mit Ideen kommen, er kitzelt meine Neugier. Ich brauche mich für nichts zu schämen. Und ich habe tatsächlich schon einen Mann Mitte 30 dazu bekommen, bei meinen Phantasien rot zu werden.

Er ist zärtlich. Seine Hände schweben auf meiner Haut. Fast scheint es so, als würde er mich gar nicht berühren. Er strahlt Wärme aus. Hitze. Und dennoch Sicherheit. Es kann mir nichts passieren. Ich kann mich fallen lassen. Lasse alle Hüllen und Hemmungen fallen.

Und das Schönste: Ich liebe ihn. Und er liebt mich.

10.7.07 23:25


Mein erstes Mal

Beim Bloggen, aber nicht sexuell.

Aber zum Anfang wollte ich euch gern erklären, warum ich mir diesen Blog eingerichtet habe. Erstens: Ich bin eine Frau. Und von Nautur aus sehr mitteilungsbedürftig. Ein Klischee, aber bei mir stimmt's. Zweitens: Ich liebe Sex. Das war nicht immer so (das werd ich euch später mal erzählen). Aber jetzt ist es so und ich genieße es unendlich. Sexuelle Zufriedenheit ist zwar ein angestrebtes Ziel unserer Gesellschaft, doch darüber reden mag kaum einer. Wenn es einer tut, gilt das schnell im schlimmsten Fall als sexisitisch, im besten Fall als unpassend. Ich könnte das hier nie unter meinem richtigen Namen schreiben. Meine Eltern würden es nicht verstehen. Ich würde sie damit enttäuschen. Und da ich seit jeher diese Dinge tue und denke ohne ihr Wissen, kann ich ganz gut damit leben, es weiter zu tun. Und ihr wisst, wenn erst die Kollegen und Freunde sowas wüssten . . . Ich bin halt auch nur ein Mensch, der tagsüber in den Konventionen gefangen ist.

Kommen wir zu drittens: Aber nicht bei Nacht. Nachts sind alle Katzen grau? Niemals. Nachts bin ich frei, da halten mich keine Konventionen und die Dunkelheit schützt mich.

Und viertens: Ich teile meine Gedanken gern. Deshalb dürft ihr das hier lesen. Mir antworten und euch einbringen, wenn ihr wollt. Oder einfach nur still daran teilhaben.

Ich wünsche euch eine erlebnisreiche Nacht.

Eure Katze

8.7.07 00:21


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